Emotionaler Spieth Cup 2025

Traditionell am Muttertags Wochenende fand auch in diesem Jahr der internationale Spieth Cup in Berkheim statt. Hierbei handelt es sich um einen länder- und bundesoffenen Wettkampf für Nachwuchsturnerinnen der Altersklassen 7 bis 11, Juniorinnen im Alter von 12 bis 15 sowie „Seniorinnen“ ab 16 Jahre. Je nach Alter werden dabei die leistungsorientierten Pflichtübungen des DTB sowie eigens gestaltete Kürübungen, basierend auf den internationalen Wertungsvorschriften des FIG, dem internationalen Fachverband des Kunstturnens, gezeigt. Seit 2006 veranstaltet der TSV Berkheim dieses Event in der Gründungsstadt des weltbekannten Turngeräteherstellers Spieth, bei dem schon deutsche Spitzenathletinnen wie Helen Kevric und Emma Malewski an den Start gegangen sind. Neben Turnerinnen aus den deutschen Leistungszentren, den verschiedenen Bundesländern sowie dem Nachbarland Luxemburg stellten sich 12 Jetzendorfer diesem Wettbewerb.

Bereits am Samstagmorgen ging Sophia Kudorfer in der Altersklasse 12 an den Start. Mit der anfeuernden Unterstützung ihrer Trainingskolleginnen der AK 8 und 9 begann sie ihren Wettkampf am Sprung. Mit einem gebückten Tsukahra meldetet sie sich, nach einigen Schwierigkeiten im Training, wieder konzentriert, leistungs- und nervenstark zurück. Im Wettkampf konnte sie ihre Übungen an den vier Geräten souverän, apart und mit einem fröhlichen Lächeln im Gesicht präsentieren und sicherte sich so einen guten siebten Platz.

Mia Belz (AK13) wurde in einem starken Teilnehmerfeld gute 8. Der schwierige Doppelsalto am Boden gelang ihr gut, am Balken turnte sie eine sturzfreie Übung mit mehreren akrobatischen Elementen. Einzig der Barren war ihr an diesem Tag nicht wohlgesonnen.

Johanna Schuberth erturnte sich ihre persönliche Bestmarke mit 46,30 Punkten und belegte in der Altersklasse 14 den 2.Platz. Die Freude darüber war riesig. Beide Flugelemente am Stufenbarren gelangen souverän, leider musste sie einen Sturz in Kauf nehmen. Am Boden turnte sie eine mitreißende Übung und am Sprung einen guten Tsukahara gebückt.

Mit deutlichem Vorsprung gewann Mia Reimann in der Altersklasse 16+ und nahm stolz den Siegerpokal entgegen. Ihre Sprungkraft bewies Mia mit dem Kasamatsu, einem Sprung mit ganzer Drehung in der Luft. Sie turnte ausdrucksstark am Boden mit schwierigen akrobatischen Elementen, zwei Doppelsalti.

Am Sonntag, 11.5.2025 konnten dann die Jetzendorfer Nachwuchsturnerinnen ihre Trainingsleistungen präsentieren. Den Anfang machten Stella Ellegast und Amelie Schuhbauer. Die beiden Achtjährigen zeigten Übungen aus dem DTB-Pflichtprogramm, die bereits akrobatische und anspruchsvolle Elemente wie Rondat FlickFlack am Boden, Kippe am Barren oder Bogengang rückwärts auf dem Balken, aber auch choreografisch, tänzerische Passagen zur Musik beinhalten.  Den Mädchen gelang es größtenteils ihre Trainingsleistung selbstsicher in den Wettkampf zu transferieren und mit gelungenen Übungen zu überzeugen. Leider lief nicht alles so, wie es über Monate im Training vorbereitet wurde. So musste Amelie einen Sturz bei der Kippe am Barren, der mit hohem Punktabzug geahndet wurde, und Stella einen Abgang vom Balken in Kauf nehmen. In einem teilnehmerstarken Feld dieser Altersklasse und unter jubelndem Beifall durfte sich Amelie aber trotzdem über einen tollen 20.und Stella sogar über den dritten Platz freuen.

Die jüngsten Turnerinnen der Altersklasse 7 starteten teilweise erstmals außerhalb der eigenen Turnhalle. Die Mädchen bewiesen viel Kraft am Stufenbarren und zeigten, was sie schon alles gelernt haben. Simone Bombek wurde 6., Julia Hanrieder 9., Raissa Crista 18. Und Leonie Hartl 21. 

Sichtlich nervös und von vorangegangenen krankheitsbedingten Trainingsausfällen gebeutelt starteten Valeria Bonias Weber und Franziska Zitzelsberger im Durchgang der Altersklasse 9 ihren Wettkampf. In diesem Alter verlangt das Pflichtprogramm bereits 2 verschiedene Sprünge, die sich durch einen Absprung mit Blick in die Bewegungsrichtung und entgegen dieser Richtung auszeichnen. Für beide Sprünge steht jeweils nur einen Wettkampfversuch zur Verfügung, den die Mädchen gekonnt und sicher nutzten. Bereits am Barren stellten sich allerdings kleine Unsicherheiten ein, durch diese Valeria das Gerät verlassen musste. Auch der Zitterbalken machte seinem Namen alle Ehre und sorgte dafür das die Jetzendorferinnen ihre Trainingsleistung nicht abrufen konnten. Dadurch sind nicht nur wertvolle Punkte liegen geblieben, auch die Enttäuschung der Mädchen wurde spürbar. Zum Glück konnten beide die unglückliche Situation souverän abschütteln und mit einer lodernden Flamme der Begeisterung für ihre Sportart sowie einem strahlenden Ausdruck den Wettbewerb am letzten Gerät, dem Boden, abschließen. Am Ende erreichte Franziska in diesem leistungsstarken Teilnehmerfeld den 8.und Valeria den 11. Platz.    

Damit geht ein erfolgreiches, emotionales Wochenende, bei dem alle Jetzendorfer Turnerinnen stolz auf ihre Leistungsfortschritte und Erfolge sein können, zu Ende und wir bedanken uns herzlich bei den Kampfrichtern, Trainern und Eltern sowie den Turnerinnen, die dieses Event ermöglicht und den kleinen Verein groß vertreten haben.

Spieth Mia

(Mai 2025)

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